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Tempo 64 oder 80 - die Ergebnisse im Vergleich
Sie fahren auf der Landstraße, erkennen in 50 Metern Abstand ein Hindernis und leiten eine Vollbremsung ein. Waren Sie mit 100 km/h unterwegs, dann kracht es – mit 64 km/h. Fuhren Sie dagegen 110 km/h dann erhöht sich, wegen des längeren Reaktions- und Bremsweges, die Aufprallgeschwindigkeit auf rund 80 km/h. Zum Test wurde exemplarisch ein sicheres Fahrzeug der Mittelklasse ausgewählt. Im Renault Laguna sind die Mitfahrenden beim Standard-Frontalaufprall mit 64 km/h besonders gut geschützt. Das Verletzungsrisiko ist für alle Fahrzeuginsassen sehr gering. Der Versuch mit 80 km/h wurde nach den gleichen Randbedingungen durchgeführt und ausgewertet. Deshalb können die beiden Ergebnisse direkt miteinander verglichen werden.
Der Versuch zeigt eindeutig, dass die Insassen auch in sehr sicheren Fahrzeugen nicht unverwundbar sind. Die Bewegungsenergie, die beim Unfall in der Knautschzone abgebaut werden muss steigt mit dem Quadrat der gefahrenen Geschwindigkeit – also doppeltes Tempo gleich vierfache Energie. Die Fahrzeuge stoßen deshalb an eine natürliche Grenze: ab einer gewissen Geschwindigkeit reichen die zur Verfügung stehenden Knautschzonen und Fahrgastzellengrößen einfach nicht mehr aus, um Verletzungen zu verhindern. Der Fahrer selbst kann aber das eigene Risiko durch eine umsichtige Fahrweise und den Verhältnissen angepasste Geschwindigkeit deutlich verringern. Fahrerassistenzsysteme, wie Beispielweise Bremsassistenten, können ihn dabei zusätzlich unterstützen und menschliche Schwächen teilweise ausbügeln.
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