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Home > Tests > Zubehör & Technik > Navigationsgeräte > Navigationsgeräte 11/2009 > Einsteiger-Geräte

Einsteiger-Geräte: Alles, was ein Navi braucht


Autofahrer, für die nur die Navigationsfunktion zählt, erhalten mit den preiswerten Geräten vielfach das, was sie suchen. Sie können dabei auch noch bis zu 50 Prozent des Preises sparen. Denn keines der Einsteigermodelle in diesem Test musste wegen einer gravierenden Schwäche abgewertet werden. Somit bieten sie alles, was Autofahrer für eine problemlose Navigation erwarten. Einzige Ausnahme: Einige Geräte haben kein TMC, um Verkehrsmeldungen zu empfangen - eine Funktion, die der ADAC aber als Grundausstattung voraussetzt.

Bei den Premium-Geräten hingegen zeigen die Geräte sehr unterschiedliche Leistungen, hier reicht die Notenspanne von 2,1 (Becker Z205) bis hin zu 4,5 (a-rival NAV-PN43). Eine Sonderposition nimmt das Navigon 8410 ein: Es ist zwar mit knapp 450 Euro das teuerste Gerät im Feld, dafür aber auch bei der Sprachausgabe sowie der Darstellungsqualität der Route führend.

Die Premium-Geräte der Hersteller Becker, Falk, Garmin, Medion und Navigon schneiden erwartungsgemäß besser ab als die jeweiligen Einsteigermodelle. Auch wenn sie nicht immer ohne Schwächen bleiben, bieten sie doch für die höheren Kosten mehr Leistung. Ganz anders verhält es sich bei Mio, NavGear und a-rival: Deren Einsteigermodelle schnitten im Test teilweise deutlich besser ab als ihre teureren Brüder.

In Sachen Bedienerfreundlichkeit konnte das Mio Moov Spirit V505TV kaum Punkte sammeln. Aufgrund der unübersichtlichen Menüführung lenkt die Handhabung dieses Gerätes stark vom Verkehrsgeschehen ab. Da ein guter TV-Empfang auch während der Fahrt möglich ist, führte dies in der Kategorie Ablenkung zur Note 5. Trotz der Angabe, TMC-Meldungen empfangen zu können, kam im Test keine einzige am Gerät an, was in diesem Kriterium ebenfalls zur Note 5 führte. Wegen der Gesamtnote 3,6 musste sich dieses Mio-Navi mit dem drittletzten Platz begnügen.

Das NavGear GT 50T könnte als ordentliches Navigationsgerät bezeichnet werden, wenn der Satellitenempfang nicht so unzureichend wäre. Bei beiden Tests (nach 15 Minuten bzw. zwölf Stunden ohne Satellitenkontakt) konnte das Gerät erst nach außergewöhnlich langer Zeit eine Verbindung zu den Satelliten herstellen. Das führte zur Note 4,8 bei der Routenführung, die sich in einer Gesamtnote von 3,8 (incl. Abwertung) niederschlägt.

Absolutes Schlusslicht im Test ist das Navigationsgerät a-rival NAV-PN43. Mit nur ausreichenden Leistungen in einigen Teilprüfungen erreichte es rechnerisch die Note 3,8. Durch die starken Vibrationen des Gerätes musste es jedoch zusätzlich abgewertet werden. Dies hatte die Gesamtnote 4,5 und den letzten Platz zur Folge.

TomTom-Geräte wurden bei diesem Test nicht berücksichtigt, weil der Hersteller zum Zeitpunkt des Einkaufs der Testmuster keine aktuellen Einsteiger-Navis im Angebot hatte; die TomTom-Premium-Geräte wiederum wurden vom ADAC bereits im Frühjahr 2009 überprüft. Deren Nachfolger TomTom 750 und 950 waren dagegen erst nach Abschluss des Testmuster-Einkaufs erhältlich.

Innovationen

  • bessere Sprachanweisungen und Spurassistent auch im Tunnel beim Navigon 8410
  • Split-Screen sowie programmierbares Schnellzugriffmenü bei Medion
  • Eco-Navigation bei Garmin


Forderungen des ADAC

  • jedem Gerät sollte eine ausreichende Installationsanleitung beiliegen
  • mobile Navigationsgeräte sollten im Cockpit des Fahrzeugs so montiert werden können, dass die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt wird
  • die leichte Erreichbarkeit der Geräte muss durch eine geeignete Anbringung möglich sein
  • lose in der Fahrgastzelle verlegte Kabel stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Deswegen sollten die Geräte über das Cockpit mit Strom und TMC versorgt werden können
  • Antennenkabel sollten schwarz sein, damit sich diese nicht in der Windschutzscheibe spiegeln, oder besser noch im Ladekabel bzw. der Befestigung integriert sein
  • Geräte sollten aus der Halterung genommen werden können, ohne jedes Mal die Kabel abzustecken (Aktivhalterung)
  • Fehler im Kartenmaterial, vor allem sicherheitsrelevante, müssen schnell beseitigt werden
  • auf den Verpackungen sollte das Erscheinungsdatum des gelieferten Kartenmaterials angegeben werden
  • einfache und intuitive Bedienung der Geräte
  • technischer Support auch über die Bauzeit des Gerätes hinaus mit erreichbaren Telefon-Hotlines

  • Karten-Updates über einen längeren Zeitraum und zu Preisen, die erschwinglich sind


Tipps für Verbraucher

  • die Aufblasbereiche der Airbags freihalten; andernfalls werden Navigationsgeräte bei Kollisionen zu Geschossen
  • mobile Navigationsgeräte nicht in Lenkradnähe montieren, um ein unbeabsichtigtes Einhaken zu verhindern
  • auch das direkte Umfeld von Schalthebeln meiden; dies gilt vor allem für die Montage von Adaptertellern
  • vor der Befestigung die Oberfläche gründlich mit einem sauberen Tuch und Glasreiniger (ohne rückfettende Wirkung) säubern; jeglicher Belag auf der Scheibe, vor allem auch in Raucherfahrzeugen, vermindert deutlich die Haftung
  • bei Temperaturen unter +15° Celsius die Scheibe vor dem Befestigen anwärmen - aber langsam, um Spannungsrisse zu vermeiden
  • den Saugnapf mit Druck auf die gewünschte Stelle pressen und den Feststellhebel umlegen
  • regelmäßig den sicheren Sitz der Halterung überprüfen; durch Temperaturschwankungen kann die Saugwirkung nachlassen
  • bei unbeaufsichtigtem, längerem Abstellen des Fahrzeugs Gerät und Halterung aus dem Fahrzeug entfernen (Diebstahlgefahr)

(TET)
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