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Leistungssteigerung und weniger Kraftstoffverbrauch ?

Chip-Tuning / Eco-Tuning - Leistungssteigerung und weniger Kraftstoffverbrauch ?

Leistungssteigerung und weniger Kraftstoffverbrauch ?
Schon ab 15 Euro werden Leistungssteigerungen von bis zu 50 Prozent angeboten. Grundsatz-Informationen zum Chip-Tuning.


Welche Arten von Chip-Tuning gibt es? Wieviel Leistung kann ich herausholen?
Werden die Versprechen der Anbieter eingehalten? Was kostet Chip-Tuning?
Welche Risiken sind damit verbunden? Was bringen die Garantien der Chip-Tuner?
Ändert sich der Kraftstoffverbrauch? Wie stehen die Fahrzeug-Hersteller dazu?
Muss Chip-Tuning in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden? Gibt es in der Werkstatt Probleme?




Welche Arten von Chip-Tuning gibt es?
„10-Cent-Tuning“: Hier wird ein Widerstand zwischen einem Temperaturgeber und dem Motorsteuergerät eingebaut. Er täuscht falsche Werte vor. Das führt dazu, dass mehr Kraftstoff eingespritzt wird.

Zwischenstecker  („Black-Box“, „Power-Box“): Eine elektronische Schaltung wird zwischen Motorsteuergerät und Einspritzung bzw. Sensoren gesteckt und gaukelt falsche Werte vor, so dass mehr Kraftstoff zugemessen wird.

Neuprogrammieren  des Motorsteuergerätes: Veränderung der Software, die aus diversen Kenngrößen (z.B. Ansaugluft-Temperatur und -Menge, Motordrehzahl, Gaspedalstellung) die Einspritzmenge, den Zünd- und Einspritzzeitpunkt, den Ladedruck und die Abgas-Rückführrate errechnet.

Geändertes elektronisches Gaspedal: Schon bei wenig Gaspedalweg wird eine hohe Leistungsanforderung an das Motorsteuergerät gemeldet. Faktisch ist das keine Leistungssteigerung, sondern nur eine Veränderung des Ansprechverhaltens.


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Wieviel Leistung kann ich herausholen?
Bei Benzin-Saugmotoren sind je nach Hersteller und Tuning-Art etwa fünf bis zehn Prozent Leistungssteigerung machbar, bei Turbo-Dieseln 20 bis 35 Prozent und bei Turbo-Benzinern bis zu 30 Prozent. Tendenziell am größten fällt die Leistungssteigerung bei neu programmierten Motorsteuergeräten aus. Chip-Tuning nutzt Reserven, die ein Motor zum Erreichen einer langen Lebensdauer und einer zuverlässigen Funktion auch unter widrigen Bedingungen (hohe und tiefe Temperaturen, schlechte Kraftstoff-Qualität) hat.


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Werden die Versprechen der Anbieter eingehalten?
Je billiger das Angebot ist, desto größer das Risiko, dass die versprochene Leistungssteigerung nicht erreicht wird. Insbesondere Widerstands- und Zwischenstecker-Lösungen sind nicht individuell an die jeweiligen Motoren angepasst und bringen beim einen Triebwerk mehr Leistungszuwachs, beim anderen weniger. Gleichzeitig kann diese Universal-Lösung aufgrund mangelnder Abstimmung zu einer besonders hohen Belastung des Triebswerks und des Antriebsstrangs führen. Erhält dagegen das Motorsteuergerät eine Neuprogrammierung, so kann diese auf das jeweilige Triebwerk abgestimmt werden. Freilich hängt die erzielbare Leistungssteigerung und – oft noch viel wichtiger – die Leistungsentfaltung stark vom Können des Programmierers ab. Es gibt Fahrzeuge, die nach einem Chip-Tuning fast unfahrbar sind. Sicherheit gibt nur ein Vergleich vorher/nachher auf einem Rollenprüfstand. Dadurch lässt sich auch erkennen, ob das Fahrzeug im Serienzustand die im Prospekt genannte Leistung (innerhalb der gesetzlich zugelassenen Bandbreite) erreicht. Laut Typprüfung gilt eine Streuung von plus/minus fünf Prozent als zulässig, vor Gericht werden sogar Abweichungen von zehn Prozent toleriert.


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Was kostet Chip-Tuning?
Die Bandbreite der Preise bewegt sich von 15-Euro-Angeboten für Zwischenstecker im Internet bis hin zu fast 10.000 Euro für teure, seltene Fahrzeuge, bei denen die Entwicklungskosten auf wenige Kunden umgelegt werden. Die Neuprogrammierung des Motor-Steuergerätes bei einem gängigen Modell der unteren Mittelklasse (z.B. VW Golf) kostet etwa 300 bis 500 Euro.


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Welche Risiken sind damit verbunden?
nicht funktionierende Steuergeräte, weil die neue Software nicht läuft

überhöhte Temperaturen, Einspritzdrücke und Turbolader-Drehzahlen, die zu Defekten führen können

erhöhte Belastung des Antriebsstranges (Kupplung, Getriebe, Antriebswellen, Reifen) und der Bremsanlage; ggf. sind Umbauten und/oder Reifen mit höherem Geschwindigkeitsindex erforderlich

Verschlechterung der Abgaswerte („Rußen“ bei Diesel-Motoren)

Verlust des Versicherungsschutzes, wenn das Tuning nicht in die Fahrzeugpapiere eingetragen und der Versicherung gemeldet wurde

Verlust der Hersteller-Gewährleistung oder -Garantie; Chiptuning lässt sich zum Teil auch nach Abstecken eines Zusatz-Steuergerätes oder Zurückspielen der Original-Software in das Motorsteuergerät nachweisen


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Was bringen die Garantien der Chip-Tuner?
Viele, insbesondere die seriösen Anbieter, geben auf das von ihnen absolvierte Chip-Tuning sowie zum Teil auf Antriebsstrang und Fahrwerk eine Garantie. Freilich ist im Schadensfall oft schwer zu beweisen, wodurch der Defekt tatsächlich ausgelöst wurde. Oftmals kommt es dann zu gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Fahrzeughersteller und Tuning-Anbieter mit dem Ergebnis, dass der Fahrzeugbesitzer auf dem Schaden sitzen bleibt.


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Ändert sich der Kraftstoffverbrauch?
Nachdem Chip-Tuning zumeist auf eine Erhöhung der Einspritzmenge abstellt, ist – insbesondere bei Ausschöpfen der Leistungssteigerung – mit einem zum Teil deutlich erhöhten Kraftstoffverbrauch zu rechnen. Stellenweise wird aber – insbesondere bei Turbodiesel-Motoren - auch eine Minderung des Kraftstoffverbrauchs versprochen, Stichwort Eco-Tuning. Hierzu liegen dem ADAC noch keine neutralen Untersuchungen vor.


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Wie stehen die Fahrzeug-Hersteller dazu?
Da durch Chip-Tuning die Haltbarkeits-Reserven von Motor, Antrieb und Bremsanlage verringert oder gar aufgebraucht werden, lehnen die Fahrzeug-Hersteller Chip-Tuning ab. Vereinzelte Motorsteuergeräte werden mit einem „Tuning-Schutz“ ausgestattet, der Tuningversuche entweder unterbinden oder aber für die spätere Beweisführung speichern soll, auch wenn zwischenzeitlich wieder die Original-Software zurück gespielt wurde.


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Muss Chip-Tuning in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden?
Ja, jegliche Veränderung an der Motorleistung muss geprüft und genehmigt werden. Wenn hierfür kein Mustergutachten vorliegt, kann das so teuer wie das Chip-Tuning selbst werden. Wird ein Chip-Tuning nicht eingetragen, erlöschen Zulassung und Versicherungsschutz – mit fatalen Folgen für den Fahrzeugeigner. Daher muss die Motor-Mehrleistung auch dem Versicherer gemeldet werden, der dann unter Umständen die Prämie erhöht.


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Gibt es in der Werkstatt Probleme?
Eine veränderte Software des Motorsteuergerätes kann zur Folge haben, dass Werkstatt-Tester keine korrekten Werte mehr anzeigen. Auch bei der Abgas-Untersuchung (AU) kann es zu Problemen kommen.


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(TET)
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