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Home > Auto, Motorrad & Oldtimer > Reparatur & Pflege > Intensivkur fürs Auto

Intensivpflege und Smart-Repair

Verjüngungskur fürs Auto

Intensivpflege und Smart-Repair
Im Laufe der Jahre sammeln sich fast an jedem Auto kleine und große Macken an. Erneuern kann da schwer ins Geld gehen. Gut zu wissen, dass es auch andere, preiswerte Reparaturmöglichkeiten gibt. 
Wie diese aussehen und mit welchen Ergebnissen man rechnen kann, erfahren Sie hier.


Fotoshow Vorher/Nachher Die Intensivpflege
Smart-Repair Der Test: Optik, Kosten und Rentabiliät
So haben wir getestet Wie funktioniert's und wo liegen die Grenzen
Kostenbeispiele für SmartRepair Tipps für den Verbraucher
Adressen




Fotoshow Vorher/Nachher
Fotoshow Vorher/Nachher
Kleine Schäden an Karosserie und Innenausstattung: So wird repariert und so sah bei unserem Testobjekt dann das Ergebnis aus.  Mehr...

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Die Intensivpflege
Der Frühjahrsputz wie man ihn kennt: Mit ein bis zwei Stunden Zeitaufwand und handelsüblichen Reinigungs- und Pflegemitteln stellt sich zumindest der "Wohlfühl"-Effekt wieder ein, etwas für sein Fahrzeug getan zu haben. Ob dies freilich auch den besonders kritischen Blicken von Gebrauchtwagen-Kaufinteressenten standhalten würde? Hier kommt der professionelle „Gebrauchtwagen Aufbereiter“ ins Spiel. Geschult, erfahren und ausgestattet mit passenden Geräten und Materialien verhilft er dem mehr oder weniger unansehnlichen Gebrauchtwagen im besten Fall zu einem neuwagenähnlichen Zustand. Das Standardprogramm umfasst die Grundreinigung innen und außen sowie die optische Auffrischung von Lack, Kunststoffverkleidungen, Polstern und Leichtmetallrädern. Verwendet werden auf einen solchen Einsatz abgestimmte Spezialmittel.


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Smart-Repair
Pflegemittel, auch noch so intensiv angewandt, haben ihre Grenzen, wenn es um Beschädigungen innen und außen geht: Steinschläge, Schrammen und Kratzer bis in die Grundierung, Löcher in der Textil- oder Lederpolsterung, Macken an Kunststoffverkleidungen im Innenraum, eine Beule in der Seitenwand durch unachtsames Öffnen der Tür durch einen Parkplatznachbarn.
Die Kosten konventioneller Reparaturmethoden, wie Teillackierung oder die Montage eines neuen Sitzbezuges können höher ausfallen als mögliche Einbussen beim Verkaufserlös. Der Ausweg: Reparaturmethoden, die seit einigen Jahren unter dem Sammelbegriff "Smart Repair" angeboten werden. Darunter versteht man allgemein Reparaturverfahren, die zur Beseitigung von Kleinschäden zum Einsatz kommen. Mit speziellen Verfahren lassen sich etwa Kunststoffe einschließlich ihrer Oberflächenstruktur wieder heilen, kleinere Beulen im Blech wieder herausdrücken, Macken im Lack mittels "Spot"- Lackierung nahezu unsichtbar machen. Je nach Schadensbild, zu behandelnden Materialien und natürlich auch Arbeitsqualität des Betriebes funktioniert das mehr oder weniger gut. In den meisten Fällen wird jedoch der Mangel am Fahrzeug deutlich weniger auffällig sein als vorher.


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Der Test: Optik, Kosten und Rentabiliät
Der ADAC wollte genau wissen, ob sich die Intensivkur fürs Auto lohnt oder nicht. Als Testobjekt diente ein zwei Jahre alter Opel Astra in Silbermetallic, 47.000 Kilometer auf dem Tacho und mit überdurchschnittlichen Nutzungsspuren. Genauer: Eine kleine Beule in der rechten hinteren Türe, Schrammen hinten links am Radlauf und Kunststoff-Stoßfänger. Die hintere Sitzbank zierte ein Brandloch, eine Handy-Halterung am Armaturenbrett hatte ein unschönes Bohrloch hinterlassen, die Frontscheibe wies einen Steinschlag auf. Beurteilung des hinzugezogenen Sachverständigen: Optisch schlechter Erhaltungszustand. Im Fall eines Verkaufs müsste man mit erheblichen Abzügen rechnen. Konkret errechnete der Experte folgende Werte:


Geschätzter mittlerer Marktwert des Testfahrzeugs ohne Schäden:
Verkauf an Händler        12.500 Euro
Verkauf an Privat*13.700 Euro



Geschätzter Marktwert mit den beschriebenen Beschädigungen:
Verkauf an Händler   10.700 Euro  (Minderwert: 1.800 Euro)
Verkauf an Privat*  

11.775 Euro  (Minderwert: 1.925 Euro)

                             

Ergebnisse nach der Fahrzeugaufbereitung:
Die Intensivreinigung zusammen mit den durchgeführten Smart-Repair-Maßnahmen kostete im Falle unseres Astra 600 Euro. Dafür zeigte sich unser Testobjekt aber auch in deutlich besserem Licht. Keinen oder nur einen Teilerfolg erzielte der Profi bei der Glasreparatur (Schadstelle noch sicht- und fühlbar) sowie an Armaturenbrett, dem Sitzbezug und dem Stoßfänger hinten. Dort blieben deutlich sichtbare Spuren der Reparatur zurück. Den erzielbaren Marktwert schätzte der Sachverständige nach den ausgeführten Arbeiten so ein:


Verkauf an Händler 11.650 Euro  (+ 950 Euro)
Verkauf an Privat 12.800 Euro  (+1.025 Euro)


*Erlös im Privatgeschäft prinzipiell höher (Händler muß Gemeinkosten und Sachmängelhaftung mit einkalkulieren)

Ergebnis:
Für den Opel im optimierten Zustand hätte der Händler nach unserer Beispielrechnung (geschätzte) 950 Euro mehr bezahlt, als für den Astra im Ausgangszustand. Zieht man die Kosten für die Aufbereitung von 600 Euro ab bleibt ein finanzieller Vorteil von 350 Euro beim Verkauf an einen Händler. Beim Verkauf an Privat wären sogar 1.100 Euro mehr möglich gewesen. Finanzieller Vorteil durch die Aufbereitung also sogar 425 Euro.


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So haben wir getestet
Wir haben einen etwa zwei Jahre alten, silbernen Opel Astra für eine beispielhafte Komplett-Fahrzeugaufbereitung ausgesucht. Dazu gehört eine Intensivpflege innen und außen sowie eine Smart-Repair Behandlung. Das Versuchsobjekt hatte 47.000 Kilometer auf dem Tacho, war sowohl innen wie auch außen stark verschmutzt und wies folgende Kleinschäden auf:

  • Steinschlagschaden Frontscheibe
  • Lackabschürfungen sowie leichte Deformationen am Stoßfänger hinten
  • Armaturenbrett mit kleinem Loch
  • Verletzung des Stoffsitzbezuges
  • kleine Delle in der Tür hinten rechts  

Der Auftrag an einen Fachbetrieb für Fahrzeug-Aufbereitung lautete (die dafür berechneten Kostenanteile in Klammern):

Schritt 1: Intensivpflege: 
Intensivreinigung außen und innen mit Lackpolitur -und Schutz und einer Motorraum-Reinigung (150 Euro)

Schritt 2: Beseitigen der Kleinschäden mittels Smart-Repair-Methoden:

  • Reparatur eines Steinschlagschadens an der   Frontscheibe (80 Euro)
  • Reparatur Lackabschürfung und leichter Deformation am Stoßfänger hinten (120 Euro)
  • Beseitigung kleines Loch im Armaturenbrett (60 Euro)
  • Beseitigung des Brandlochs im Stoffsitzbezug (90 Euro)
  • Entfernen der Delle in der Tür hinten rechts, verursacht durch unachtsames Türöffnen eines Parknachbarn (70 Euro)  

Von zwei unabhängigen Sachverständigen wurde vor und nach der Fahrzeugaufbereitung ein Gutachten über den Zustand erstellt. Zudem wurde der Wert des Fahrzeugs mit und ohne Beschädigungen ermittelt. Insbesondere wurden die Intensivpflege-und Smart-Repair-Arbeiten hinsichtlich ihrer technischen und optischen Qualität beurteilt und eine mögliche Wertsteigerung bewertet.
Zusätzlich wurde bei der Schlussberechnung neben der Wertänderung des Fahrzeugs durch die Aufbereitung auch der erzielbare Gewinn im Falle eines Verkaufs nach Abzug der Kosten für die Aufbereitung ermittelt.


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Wie funktioniert's und wo liegen die Grenzen
Kleinere Lackschäden:
Beschädigungen am Lack lassen sich mit einer „Spot-Lackierung“ oder Beilackierung per Airbrush-Pistole beseitigen. Die behandelten Stellen können so möglichst klein gehalten werden, die Schadstellen sollten aber höchstens Handteller groß sein. Auf "liegenden" Flächen wie Motorhaube und Heckdeckel können sich Probleme ergeben, da durch Lichtspiegelungen die ausgebesserten Stellen sichtbar werden können.

Verkratzte und eingerissene Kunststoffstoßfänger:
Die Schadstellen (Risse bis 10 cm, Löcher bis 3 cm im Durchmesser) werden mit Heißluft verschweißt, gespachtelt, geschliffen und beilackiert. 

Kleine Dellen in der Blechhaut:
Diese drücken Spezialisten mit besonderen Hebeltechniken aus dem Blech ohne dass eine Lackierung notwendig wird. Die Dellen dürfen keine Kanten oder Lackschäden aufweisen.

Löcher im Sitz oder Armaturenbrett:
Die Löcher werden mit einer speziellen Füllmasse aufgefüllt und anschließend mit Farbe dem Bauteil angepasst. Die Struktur des Armaturenbretts wird mit Strukturpapier oder -Spritzmasse angeglichen. Für Löcher und kleine Einrisse an Sitzbezügen in Stoff und Leder gibt es spezielles Reparaturmaterial Die Schadstellen dürfen nicht großflächig sein.

Steinschlagschäden in der Windschutzscheibe:
Nur dann, wenn ein Steinschlagschaden nicht im direkten Sichtfeld des Fahrers liegt, kann eine Scheibenreparatur durchgeführt werden. Die beschädigte Stelle wird mit einem speziellen Injektor mit Kunstharz aufgefüllt, das mit Hilfe einer UV-Lampe klar aushärtet und die Schadstelle verschließt. Allerdings ist nicht jeder Glasschaden reparabel - die Entscheidung kann nach Besichtigung nur der Fachmann treffen.


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Kostenbeispiele für SmartRepair
Wir geben hier eine Übersicht, die je nach Fahrzeugmodell und Schadenbild natürlich auch deutlich abweichend sein kann:


Intensivreinigung/Pflege:innen und außen    

ca. 150 Euro 

   
Windschutzscheibe defekt:Tausch 

ca. 500 Euro 

 Steinschlagreparatur

ca. 80 Euro 

   
Brandloch im Polsterbezug:Polsteraustausch 

ca. 400 Euro 

 Reparatur   

ca. 90 Euro 

   
Ledersitzbezug eingerissen:Tausch 

ca. 700 Euro 

 Reparatur   

ca. 110 Euro 

   
Loch im Armaturenbrett:Austausch   

ca. 950 Euro 

 1 Loch ausbessern 

ca. 60 Euro 

   
Delle in Tür:Ausbeulen und Lackieren

ca. 160 Euro 

 Herausdrücken ohne Lackierung 

ca. 70 Euro 

   
Stoßfänger verkratzt:Tausch inkl. Lackierung 

ca. 800 Euro 

 Kunststoffreparatur inkl. Teillackierung 

ca. 120 Euro 




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Tipps für den Verbraucher
Eine professionelle Aufbereitung empfiehlt sich insbesondere für intensiv genutzte Fahrzeuge ohne regelmäßige Pflege, insbesondere aber vor einem Verkauf

  • Vor einer Auftragsvergabe sollte man sich den jeweiligen Betrieb und auch bereits aufbereitete Fahrzeuge ansehen. 
  • Fragen Sie den Spezialisten, wie gut eventuelle Kleinschäden durch eine Smart Repair-Methode tatsächlich beseitigt werden können.
  • Klären Sie direkt am Fahrzeug im Detail ab, welche Arbeiten durchgeführt werden sollen und was die einzelnen Leistungen kosten.
  • Vereinbaren Sie möglichst genau, welche Arbeiten zu welchem Preis ausgeführt werden sollen - am besten mittels eines detaillierten, schriftlichen Kostenvoranschlages. 
  • Vereinbaren Sie ebenfalls schriftlich, für den Fall unerwarteter Probleme während der Reparatur, dass Abweichungen vom Auftrag unbedingt telefonisch geklärt werden müssen
  • Im Einzelfall sollte der Betrieb vor Auftragserteilung deutlich machen, wie er die Erfolgsaussichten seiner "Smart Repair-Methode" sieht. 
  • Insbesondere wenn umfangreichere Arbeiten anstehen, kann es ratsam sein, zum Vergleich einen Kostenvoranschlag für eine "konventionelle" Reparatur einzuholen. 

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Adressen
Nicht nur Spezialbetriebe, auch viele Werkstätten bieten mittlerweile Intensivreinigung und auch "Smart Repair" an: Bei Interesse einfach mal die eigene Werkstatt fragen. Darüber hinaus kommt man über folgende Adressen an Betriebe in der Nähe (Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit): 

Intensivreinigung und Smart Repair:

Bundesverband Fahrzeugaufbereitung (BFA)
www.Bundesverband-Fahrzeugaufbereitung.de
Tel. 0700 23211232

Bundesverband für innovative Fahrzeugpflege
www.bvif.de
Tel. 09342 8561

Auto-Pflege-Zentrum GmbH (APZ)
www.apzonline.de
Tel. 06151 667520

CAR-TOP Autopflegedienst GmbH
www.car-top.de
Tel. 06341 987780

Smart   Repair:

CARTEC Autotechnik
www.smartrepair-verzeichnis.de
Tel. 07181 89894

Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik e.V. (ZKF)
www.dellenhotline.de
Tel. 06101 40610

Der Lackdoktor
www.derlackdoktor.de
Tel. 06071 737036

autolackdoc
www.autolackdoc.de
Tel. 0700 20 40 40 20

dellmax Gmbh
www.automasseur.de
Tel. 0351 4843930


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